Bild von Michal Jarmoluk

17.10.2021
Antrag auf Verbesserung der Betreuungssituation in den gemeindlichen Kinderkrippen und Kindergärten

Sehr geehrter Herr Bürgermeister König, 

die kommunalen Kindertageseinrichtungen (Kinderkrippe,- Garten und Hort) verstehen sich als familienergänzende Einrichtung und als Ort der Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen. Die gemeindlichen Kindertageseinrichtungen bieten eine verlässliche Betreuung. Die Einrichtungen sind Montag bis Freitag von 7 – 16.30 Uhr geöffnet.

Die meisten Schließtage liegen in den Ferien und betragen maximal 30 Tage im Jahr.

  • In Wochen, in denen die Kindertagesstätten geschlossen sind, werden die Familien doppelt belastet und parallel hierzu ist das Recht auf einen Kita-Platz temporär außer Kraft gesetzt.
  • Familien ohne schulpflichtige Kinder müssen ihre Urlaubsplanung an den Schließtagen der Einrichtungen ausrichten. Dadurch wird die Urlaubsplanung erschwert.
  • Urlaube in der Hauptferienzeit sind durchwegs teurer, als in der Nebensaison und bei PKW-Fahrten zum Urlaubsort herrscht verstärkte Staugefahr.
  • Die Urlaubsorte überfüllt und der Hauptsinn des Urlaubs - die Erholung -, ist nicht gegeben.
  • Die Kita Gebühr fällt trotz nicht erbrachter Leistung in diesen Tagen mit der vollen Höhe an.
  • Eltern werden gezwungen, ihren Urlaub zu einer bestimmten Zeit zu nehmen oder Zusatzgebühren für alternative Angebote zu zahlen.
  • Fest verplante Schließtage stellen besonders für Alleinerziehende eine hohe Belastung dar.
  • Erzieherinnen und Erzieher können ihren Urlaub nicht selbst planen, sondern bekommen ihren Urlaub diktiert.

 

Lösungsansatz:

Selbstverständlich braucht jeder Urlaub und Auszeiten vom Alltag - Erzieher und Eltern genauso wie Kinder. Trotzdem müssten Kitas und andere Betreuungseinrichtungen - so wie in Großstädten wie Erlangen oder Nürnberg - sich den Arbeitszeiten der Eltern anpassen und nicht umgekehrt.
Nicht die Eltern, die sich ohnehin schon zwischen der Doppelbelastung zerreißen, sollten benachteiligt werden, sondern sich frei entscheiden können, wann sie gemeinsam mit ihrem Kind eine Auszeit vom Alltag nehmen wollen.

Antrag:

Die Heroldsberger Betreuungseinrichtungen bleiben ganzjährig geöffnet, ausgenommen sind:

  • die Weihnachtsferien
  • Fortbildungs-/ Qualifikationstage (diese werden zu Beginn des neuen Kita- Jahres geplant und veröffentlicht)
  • die Betreuung von Brückentage wird von der jeweiligen Einrichtung kurzfristig bei den Eltern abgefragt um Personal zu planen, Gruppenbetreuung zu reduzieren

Insgesamt werden nicht mehr als 15 Schließtage (pro Einrichtung) geplant! Die kirchlichen Einrichtungen sollten eingebunden werden, um ein erfolgreiches Modell zu etablieren. Die Verwaltung wird gebeten eventuelle Mehrkosten zu ermitteln und Maßnahmen zu bestimmen.

 

Mit freundlichen Grüßen,
Fraktion der Freien Wähler Heroldsberg